zwei Kinder

zwei Kinder
drei Gesichter aus PNG

Montag, 7. März 2011

Frühjahr 2011

Oh je, viel zu lange habe ich mich nicht gemeldet. Die Zeit vergeht wie im Flug, es ist viel passiert. Ich will versuchen, die letzten zwei Monate zusammenzufassen.

So eine lange Berichtspause soll nicht noch einmal vorkommen.

 

Im Dezember hatte ich dem Januar eher skeptisch entgegengesehen. Logaweng würde weiterhin leer sein, ich hatte nicht damit gerechnet, viel zu tun zu haben.

Doch kommt es meistens anders, als man es sich denkt. Gerade hier.

In Finschhafen gibt es ein Krankenhaus, das Braun Memorial Hospital. Schon im letzten Jahr hatte ich immer den Wunsch gehegt, vielleicht einmal in den Alltag des Krankenhauses hineinschnuppern zu können.  Die Unterrichtsfreie Zeit im Januar wäre doch perfekt, so dachte ich. So fragte ich eine Ärztin, ob ich zwei Wochen im Krankenhaus arbeiten könne. Ich würde alles machen, versicherte ich. Diese Zusicherung hörte man sehr gerne, denn zu tun gab es genug.

So fuhr ich am dritten Januar das erste Mal mit ins Krankenhaus. Die besagte Ärztin lebt in Logaweng, was mir den Transport sehr erleichterte. Ziemlich schnell fand ich meine Aufgaben im OP, wo ich am besten helfen konnte. Personalmanagement wird in Neuguinea anders als in Europa gehandhabt. So auch im Krankenhaus. Ein Großteil des medizinischen Personals war nach Neujahr noch nicht im Krankenhaus erschienen. Man war krank, im Urlaub oder hatte sich überhaupt nicht abgemeldet. Anfangs war im OP nur eine Krankenschwester anwesend. Eine sehr nette, jedoch etwas wuselige, ältere Dame. Sie war immer mal hier, mal dort. Oft verschwand sie während einer kleinen Operation und tauchte dann irgendwann wieder auf. Ich würde sie wirklich als gute Seele des OP´s bezeichnen, jedoch nichts als fähig, den Betrieb im OP alleine zu schmeißen. Was man allerdings auch von niemandem erwarten kann. Für mich gab es auf jeden Fall genug zu tun.

An einem Tag räumte ich einen der beiden Säle aus und sorgte für eine kleine Grundreinigung, die der Saal so langsam mal wieder nötig hatte. Da war ich mit den Ärzten einer Meinung.

Da die hygienischen Zustände auf den Stationen einen Verbandswechsel meist nicht zulassen, finden Verbandswechsel oft in einem der OP-Räume statt. Grundsätzlich gibt es zwei Räume, einen für die infizierten und blutigen Wunden und einen für größere Eingriffe. Im kleinen OP-Raum wechselten wir täglich Verbände und versorgten „frische“ Wunden. Ein Großteil der Verbandswechsel fand unter Vollnarkose statt, da ein Entfernen der meist festgeklebten Verbände für die Patienten ohne die Narkose zu schmerzhaft gewesen wäre. Verständlich, wenn man die Schwere der Verletzungen betrachtet, die in dem kleinen OP-Raum verbunden wurden.

Neujahr war vergangen, eine Zeit, in welcher ausgiebig gefeiert und getrunken wurde. Die Zeit um Weihnachten und Neujahr ist in Neuguinea meist nicht die Sicherste und Ruhigste. Vor Weihnachten war es in Finschhafen zu ein paar Zwischenfällen gekommen, weswegen eine Sondereinheit der Polizei, die sogenannte Taskforce, in Finschhafen weilte. Es waren Männer der Taskforce, die dem Krankenhaus einige Patienten bescherten. Über die Schamlosigkeit der Beamten war ich erstaunt. Erst vernehmen sie Kriminelle, vielleicht sind es auch nur Verdächtige, auf eine Art und Weise, die den jungen Männern einen längeren Krankenhausaufenthalt beschert, um dann ständig auf der Matte zu stehen, um zu fragen, wann sie die Patienten denn mitnehmen könnten. Ganz selbstverständlich. Als sei es das Normalste auf der Welt. Anderes Land, andere Sitten..

 

Besonders ans Herz gewachsen ist mir ein Junge, der in seinem Dorf ins Feuer gefallen war und daraufhin mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden war. Der rechte Arm war bis auf das Fleisch verbrannt, ein großer Teile des Rippenbereiches ebenfalls. Die Verbände konnten wir nur unter Vollnarkose wechseln. Der Mut und die Kraft des Jungen beeindruckten mich sehr. Es war rührend, wie er sich bedankte. Einmal hörte er nicht mal unter Narkose auf. Ich habe den Jungen noch ein paar Mal auf der Kinderstation besucht und hoffe sehr, dass er es bald geschafft hat und mit seiner Familie nach Hause gehen kann.

In meinen zwei Wochen im Krankenhaus bekam ich eine Menge zu sehen und zu hören. Es waren aber nicht nur traurige Dinge, es gab auch wirklich lustige Situationen. Ein paar Mal die Woche gibt es die sogenannte Doctor´s Clinic. Die Menschen aus Finschhafen können dann vor einem Arzt vorsprechen, wie in einer Hausarztpraxis. Nur das ein deutscher Hausarzt sicherlich weniger lustige Krankheitsbilder vorgestellt bekommt. Eine Frau kam mit Kopfschmerzen, die sie habe, so sagte sie, seitdem ein Blitz in ihren Kopf eingeschlagen sei. Von ihrem Krankheitsverlauf war sie nicht abzubringen. Eine andere kam mit Fingernägelschmerzen.

Eines Nachmittags war ich mit dem deutschen Chirurgen im OP, als eine andere Ärztin in der Tür stand. Sie hätte einen Patienten, dessen Familie geträumt habe, dass er unfruchtbar sei. Und tatsächlich funktioniere seine Männlichkeit sein einigen Wochen nicht mehr so richtig, das würde er zumindest sagen. Er wolle nun nicht gehen, bis man ihn untersucht habe. Um ihn besser überzeugen zu können, solle ich mitkommen. Um älter auszusehen kam ich mit Mundschutz und Haarnetz. Nachdem die Ärztin den Alten ausführlich untersucht und ich mich bemüht hatte, möglichst professionelle Laute von mir zu geben, konnte ich den Raum wieder verlassen. Der Patient war zufrieden. Ich muss jedoch so gegrinst haben, dass meine verzerrten Gesichtszüge auch unter dem Mundschutz zu erkennen gewesen waren. Egal, ich hoffe, dass die Familie des Patienten wieder in Ruhe von Fruchtbarkeit und Kindern träumen konnte…

Immer wieder eine Freude ist die Kommunikation. Das melanesische Pidgin ist einer Sprache, in welcher man sich oft in Bildern ausdrückt. Es gibt wenige Wörter, vieles muss umschrieben werden, was zwangsläufig zu Missverständnissen führt. Einmal übersetzte ich für einen Arzt. Auf die Frage, ob das Bein seit drei Tagen schmerzen könnte, bejahte die gute Frau. Ob es nicht doch schon eine Woche schmerzhaft sei? „Ja.“ „Ja, was denn nun?“ Schon wieder ein ja. Klasse, so macht das Spaß. Man braucht eben viel Geduld. Wie bei so vielem hier.

Während meiner zweiten Woche im Krankenhaus war ein Team von Augenärzten in Finschhafen, um zu operieren. Die beiden Ärzte waren von der Christoffel-Blinden-Mission entsendet worden. Einer, Amerikaner, kam eines Tages auf dem Flur zu mir und fragte, ob wir irgendetwas hätten, womit man eine Schlage entfernen könne. Zuerst war ich etwas irritiert, doch dann zeigte mir der Arzt hinter einer Kiste eine Schlange. Das Tier war jedoch so klein, dass wir es mit einer langen Pinzette hinter dem Kopf greifen und entfernen konnten.

Zwei Wochen sind nicht lang. So kam mir meine Zeit im Krankenhaus sehr kurz vor. Ich habe jeden Tag genossen und Spannendes erlebt, auch wenn ich Abend nichts mehr ging.

 

Am 18ten fuhr ich nach Lae um einen Freund abzuholen, der mich für zehn Tage besuchen kam. Ich habe die Zeit mit ihm unglaublich genossen. Ich wurde ausführlichst über Hamburger Gossip informiert, sehr spannend. Natürlich war es traurig, als er am 30ten Januar wieder ins Flugzeug stieg, doch ist der Abschied ja nur für ein halbes Jahr.

 

In der ersten Februarwoche lief hier in Logaweng der Unterricht wieder an. Ich blieb jedoch nur eine Woche, um dann zu meinem Weltwärts-Zwischenseminar aufzubrechen. Im Südpaziik gibt es vier Weltwärts-Freiwillige. Von zweien erfuhr ich erst im Februar. Da bin ich in Neuguinea, zwei sind auf einer der Fiji-Inseln und ein vierter ist auf einem Atoll in Kiribati. Der junge in Kiribati und ich sind beide mit ddem NMZ unterwegs, während die anderen beiden mit einer anderen Organisation ausgereist sind. Um besser reflektieren zu können, sollten alle Weltwärts-Leute im Südpazifik an dem gleichen Zwischenseminar teilnehmen. Beklagen konnte ich mich nicht!;)

Es ist generell etwas aufwendig nach Neuguinea zu kommen, denn viele Flüge gibt es nicht. Jeder internationale Flug geht über die Hauptstadt Port Moresby. So auch der nach Fiji, doch bevor ich das angebliche Südseeparadies erreichen sollte, stand noch eine Nacht in Brisbane an.

Zuerst also Port Moresby. Ich reiste mit einer NMZ-Mitarbeiterin, die in Lae lebt und arbeitet. Da sie viel Erfahrung mir Freiwilligen-Arbeit hat, sollte sie das Zwischenseminar leiten. In Port Moresby hatten wir einige Stunden Zeit, die wir nutzen, um mit einem Fahrer durch die Stadt zu fahren und uns diese etwas anzusehen.

Port Moresby hat keine Straßenanbindung an den Rest des Landes. Eine, für eine Hauptstadt eines Landes im einundzwanzigsten Jahrhundert, etwas ungewöhnliche Eigenschaft. Port Moresby unterscheidet sich sehr von den Teilen Neuguineas, die ich bisher gesehen habe. Es gibt gute Straßen, Ampeln, hohe Gebäude, mit meterhohen Elekrozäunen und Mauern gesicherte Botschaften, einen richtigen Hafen. Armut ist allgegenwärtig, die Kriminalitätsrate ist sehr hoch. Der westliche Einfluss ist deutlich sichtbar. Man sieht wirklich, das Port Moresby von dem Rest des Landes abgekapselt ist. Für viele Menschen hier ist die Hauptstadt des eigenen Landes weit, weit weg. Ein teurer Flug oder eine längere Schiffsreise wären nötig um sie zu erreichen und das können sich die meisten nicht leisten.

Von Port Moresby flogen wir nach Brisbane und dann früh am nächsten Morgen weiter nach Nadi, in Fiji. Von dort ging es mit einem Bus weiter in die Hauptstadt, nach Suva. Insgesamt war ich zehn Tage in Fiji.  

Der Kurs war inspirierend und hilfreich. Wir haben viel reflektiert und zudem die Vorzüge einer westlichen Stadt wie Suva genossen. Denn westlich ist Fiji, zumindest das, was ich von der Hauptinsel Viti Levu sah. Landschaftlich ähnelt Viti Levu Neuseeland. Zwischendurch konnte man denken, man sei in Irland. Grüne, saftige Wiesen, Kühe, eine sehr geordnete Natur. Mit Neuguinea hatte das Ganze nichts zu tun.

In Fiji kann man sich tagsüber frei bewegen. Es gibt viele Touristen, Bars, Restaurants, Mc Donald’s, Geldautomaten, die zur Straße rausgehen. Für wenig Geld kann man überallhin mit einem Taxi fahren. Es gab Wireless, eine tolle Erfindung!;)

So einiges, was im letzten halben Jahr zwangsläufig auf der Strecke blieb, konnte erfolgreich aufgeholt werden.;) Eben die Vorzüge der westlichen Freizügigkeit.

Am 21ten flog ich dann wieder zurück nach Neuguinea. Nach einigen Stunden Wartezeit in Port Moresby, war ich wieder in Lae.

Ich habe die zehn Tage in Fiji sehr genossen. Ich habe doch so einiges erlebt, womit ich nicht wirklich gerechnet hatte. Dass es ein ungewohntes Gefühl sein würde, wenn ein Auto, ohne auf Schlaglöcher achten zu müssen, wie selbstverständlich 100 fährt. Das ganze Leben in Suva, die ganzen Weißen in Brisbane. Als ich in Fiji war freute ich mich bereits wieder auf Neuguinea. Wenn man einen Ort verlassen hat, weiß man eigentlich erst, wie gerne man ihn hat. Die Erfahrung habe ich bereits im September letzten Jahres gemacht. Ja, mir ist das hier alles irgendwie sehr ans Herz gewachsen. Die Menschen, die Natur, das ganze Leben. Fiji zeigte mir, wie anders es hier ist und gerade das habe ich in Fiji vermisst. Voller Vorfreude reiste ich wieder in Neuguinea ein.

Ich bin jetzt ein halbes Jahr hier und habe, wenn ich meinen Urlaub miteinrechne, nur noch fünf Monate. Einen Teil der Wochenenden ist bereits verplant. Ich muss gewisse Dinge, die ich mir vorgenommen habe, jetzt langsam angehen. Im Mai kommt die Regenzeit und dann wird einiges sicherlich nicht mehr gehen. Regenzeit, wie das wohl wird. Zurzeit ist es hier selbst für die Trockenzeit ungewöhnlich trocken. Die Rasenflächen werden braun. Seit Ende Januar habe ich kein Wasser mehr. Der Tank ist leer. Ich muss das Wasser seitdem von außerhalb holen. Duschen kann ich in einem Haus, doch ist das Wasser nicht das Beste. Daher hole ich mein Wasser für den alltäglichen Gebrauch an einem anderen Ort und das Trinkwasser  nochmal woanders. Jetzt, wo ich jeden Liter schleppen muss, merke ich, wie viel Wasser man so verbraucht. Allein die Spülung der Toilette, oh je.

Es ist zwar etwas mühsam, das ganze Wasser zu schleppen, doch schlimm ist es nicht. Kritisch wird es hingegen in den Gärten der Leute. Da die Menschen hier Selbstversorger sind, sind sie von ihren Gärten abhängig. Wenn es nicht bald regnet, wenn Bananen und Süßkartoffeln nicht geerntet werden können, kommt irgendwann der Hunger. So war es vor ein paar Jahren.

Viele Dörfer haben Probleme mit der Wasserversorgung, da Flüsse und Bäche nur noch sehr wenig Wasser führen. Bei den Studenten geht es noch. Noch. Immer heißt es, bald kommt ja die Wechselzeit zwischen Trocken- und Regenzeit. Was ist, wenn sich diese Zeiten irgendwann verschieben und man sich auf nichts mehr verlassen kann? Das haben die Menschen nicht begriffen, natürlich nicht. Global Warming wird hier einschlagen wie eine Bombe. Wenn es nicht regnet, kommt der Hunger, so ist das eben. Im Dezember war ich auf einer Insel, Tami Island. Damals sah ich mit erschrecken, wie schlecht die Wasserversorgung dort ist. Gebadet wurde in einem Erdloch, welches mit Brackwasser gefüllt war. Trinkwasser entnahmen die Menschen einigen Regenwassertanks, die schon damals nicht mal mehr bis zur Hälfte gefüllt waren. Ich werde wahrscheinlich bald wieder ein Wochenende auf Tami sein, mal sehen, wie das wird. Ein Südseeparadies mit großen Problemen.

Jetzt bin ich also wieder hier. Es ist früh am Morgen. Um diese Zeit kann ich am besten schreiben, es ist noch nicht so heiß. Demnächst geht die Sonne auf, dann muss ich den Platz wechseln. Es erwartet mich ein normaler Tag, mit Morgenandacht, Unterricht, Kindergarten, Arbeiten in Office und Bibliothek. Ich habe per Post ein paar Spiegel-Hefte bekommen, die ich gerade nacheinander durchlese. Jeden Morgen erhalte ich eine Mail von tagesschau.de, welche mich ein bisschen auf dem Laufenden hält. Spannend, was gerade alles so passiert. Leider fehlen mir die Bilder zu all den Ereignissen. Letzte Woche habe ich einen kleinen Vortrag über die Neuigkeiten aus Nordafrika, dem Nahen Osten und Neuseeland gehalten. Sehr spaßig, auf Tok Pisin. Gavman nogut, die böse Regierung..;) Man muss jedoch aufpassen, wie man sich ausdrückt, denn sobald es in Richtung Kämpfe oder Kriege geht, kann hier vieles falsch verstanden werden.

Den März werde ich hier sein. Anfang April kommt mein Vater, auf welchen ich mich sehr freue. Anschließend werde ich vielleicht eine Woche im Hochland verbringen, was traumhaft wäre. Es ist dort einfach so anders, im September war ich ja schon einmal dort oben.

Ach ja, mein Haare sind ab. Zuerst war ich in Suva bei einem Chinesen, der mir keine Koteletten schneiden wollte, da das gegen sein Prinzip sei. Er sprach kein Englisch, weswegen immer jemand übersetzten musste. Anstrengend, diese Leute! Dort fiel jedoch schon mal ein Großteil meiner Matte. Dann war ich bei einem Inder und bat ihn, mir einen anständigen Herrenschnitt zu verpassen. Kurz, oben nicht zu kurz, genug für einen Scheitel. Was macht der Mann? Rasiert Seiten und Hinterkopf bis auf 2,5 Millimeter und lässt oben alles dran. Stufen unmöglich. Ein Topschnitt wie aus dem Bilderbuch, nur schlimmer! Als der gute Mann Anstalten machte, in meinen Haaren rumzupudern und mir den Kittel abzunehmen, ordnete ich kurzen Prozess an. Jetzt habe ich eine Radikalfritsche von 2,5 Millimetern. Spart Shampoo und ist isoliert nicht..;)

In diesem Sinne, ich hoffe sehr, dass es euch allen gut geht und der Frühling so langsam kommt. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt Socken getragen habe, wo sind die Dinger überhaupt??:D

Sollte mein billigeres Telefonmodem wieder funktionieren, lade ich demnächst Bilder hoch. Noch einmal, es tut mir Leid, dass so lange Pause war, das kommt nicht wieder vor!

 

Ganz liebe Grüße aus Neuguinea,

Johann

  

Sonntag, 2. Januar 2011

Fotos und Neujahr

Euch allen wünsche ich von Herzen ein frohes neues Jahr!
Ich hoffe sehr, dass ihr alle einen schönen Sylvesterabend genossen und anständig gefeiert habt!
Wir haben hier auch eine kleine Feier veranstaltet. Zwar ohne Böller und Raketen, jedoch mit ein paar Wunderkerzen, welche für große Aufregung sorgten..

Unten seht ihr einige Fotos aus PNG. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich begriffen hatte, wie das mit den Fotos klappt.
Die Beschreibungen zu den Fotos lest ihr also nun hier. Nächstes Mal werde ich sie direkt unter die Fotos schreiben.

1. Ein Student klettert auf eine Kokuspalme. Mit einer Art Liane werden die Füße fixiert, dann geht es nach oben, oft viele Meter. Abstürzen bedeutet oftmals den Tod.

2. Um Kokusmilch herzustellen, raspelt man die Kokusnuss, gibt etwas Wasser in die Schüssel, um die Milch zu pressen.

3. Mangos, die zum Verkauf angeboten werden - Dezember ist Mangozeit.

4. Ein Freund von mir aus dem zweiten Jahr und ich.

5. Der Butaweng"fluss"schlängelt sich durch den Wald.

6. Ein kleiner Wasserfall im Butawengfluss.

7. In Finschhafen gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Schmetterlingen. Einige sind handgroß. In vielem ist die Ntur hier gewaltiger als in Deutschland. Besonders deutlich sieht man dies an Insekten. Kröten
     und Fledermäuse fallen hier auch "etwas" größer aus.

8. Das Haus einer Familie in einem Dorf vor Nanduo

9. Ein Wunderhübsches Kind! - Mein Namensvetter in Malasiga..;)

10. Südseeklischee auf dem Weg nach Sialum.

11. Mein Haus. Links sieht man einen kleinen Schuppen, dann kommt die Küche. Das rechte Fenster gehört zu meinem Wohn- und
       Schlafzimmer. Mein Badezimmer mit Wirlpool und hervorragener Masseuse geht nach hinten raus. Ganz rechts sieht man meinen
       Wassertank, welcher über die Regenrinnen versorgt wird.


Im vorigen Eintrag sieht man drei Mädchen aus dem Dorf Nanduo.

Da hier in Logaweng gerade nichts los ist, werde ich ab morgen zwei Wochen im Butaweng-Krankenhaus arbeitet. Ich freue mich sehr darauf und bin sehr gespannt, was ich dort erleben werde.

Euch allen wünsche ich einen guten Start in das Arbeitsleben, vor allem natürlich denjenigen, die jetzt so langsam in der Abivorbereitung stecken sollten.;)

Liebe Grüße,
Johann

Hoffentlich klappt es!

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Drei Mädchen aus dem Dorf Nanduo

--
Mr. Johann Hempel
Senior Fierl Seminary
Private Mailbag "Logaweng"
Finschhafen 435
Morobe Province
Papua New Guinea

digicel: 00675 736 18 171
telikom: 00675 431 10 12
www.neuguinea.blogspot.com

Sonntag, 26. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

Ich hoffe sehr, dass ihr ruhige und gemütliche Weihnachtstage verlebt habt. Die jugendlicheren unter euch sind nach 22 Uhr hoffentlich auf ihre Kosten gekommen;)

Den letzten Bericht habe ich vor Weihnachten geschrieben, doch erst jetzt rausgeschickt. Ich habe ihn nicht mehr verändert. Weihnachten habe ich dieses Jahr in kleinem Kreise gefeiert. Doch so richtige Weihnachtsstimmung kam in diesem tropischen Klima nicht auf. Adventssonntage vergingen, ohne dass mir auffiel, dass es ein Sonntag des Advents war.

Aber nun geht es ja auf Neujahr zu…

 

Gerade bin ich damit beschäftigt, meine Fotos zu sortieren, von welchen ihr in den nächsten Tagen einige zu sehen bekommen werdet. Bei all den Erzählungen von weißen Weihnachten, muss ich jetzt langsam mal gegenhalten!

 

Halbwegs weihnachtliche Grüße aus dem sonnigen Neuguinea,

 

Johann.

 

 

Samstag, 25. Dezember 2010

Sandmann statt Schneemann

Weihnachten steht vor der Tür, höchste Zeit, dass ich mal wieder etwas von mir hören lasse. Ich habe in den letzten vier Wochen viel erlebt. Ende November reiste ein deutscher Pastor ab, der sieben Wochen am Seminar unterrichtet hatte. Nun habe ich keinen Nachbar mehr, schade. Aber im Januar wird sich das wieder ändern, was mich sehr freut!

Am 5ten September hatten wir in Logaweng Graduation. Ein großes Ereignis, fast 600 Gäste waren angereist. In den Wochen vorher hatten die Studenten diverse Vorbereitungen getroffen. So waren überall Bambusunterstände hochgezogen worden, unter welchen die Gäste schlafen sollten. An den Stränden hatte man Steine für das Mumu gesammelt.

Mumu ist eine traditionelle Art zu kochen. Steine werden in einem Feuer erhitzt und dann in ein Erdloch gelegt. In Schichten füllt man das Erdloch nun mit Schweine- oder Rindfleisch, Kaukaus, Taro, Kochbananen, Taweng, Kumu etc.. Wenn alle Zutaten in das Loch gelegt wurden, wird dieses mit Bananenblättern abgedeckt. Nach mehreren Stunden kann man die Blätter abnehmen und ein herrliches Essen genießen.

Am Wochenende vor der Graduation waren wir in verschiedene Dörfer gefahren und hatte Kokusnüsse und Schweine geholt. Das Schlachten und der Umgang mit Schlachttieren werden hier anders gehandhabt, als in Deutschland. Da die Menschen keine Kühlschränke haben, muss das Fleisch sofort verzehrt werden. Meistens wird das Schwein erst geschlachtet, wenn anderes Essen bereits zubereitet wurde. Da ein Schwein ziemlich teuer ist, wird nur zu besonderen Anlässen geschlachtet. Mit den Beinen an Bambusstangen gebunden, brachte man viele Scheine heran. Zwei Kühe fielen der Graduation ebenfalls zum Opfer. Einer der Studenten hatte sein Vikariatsjahr in Sialum (85 Kilometer nördlich von hier) verbracht. Zur Graduation spendete man zwei Kühe. Da es hier natürlich keine Viehtransporter gibt, legte man mit den Kühen einen zweitägigen Gewaltmarsch zurück. Und das bei diesen Temperaturen, dass muss man sich mal vorstellen.

Das Graduationwochenende habe ich wirklich sehr genossen. Überall waren Menschen, überall war etwas los. Ich konnte beim Schlachten helfen, was sehr spannend war. Nachdem mir Studenten erklärt hatten, wie man hier eine Kuh tötet, hatte ich der Schlachtung etwas skeptisch entgegengesehen. Letztendlich war ich jedoch erleichtert, wie gut die Männer ihr Handwerk verstanden. Die Art zu zerwirken war mir allerdings etwas fremd. Das Schwein wurde einfach in Streifen geschnitten. Sozusagen portionsfertig. Hier wird wirklich nichts weggeschmissen. Dinge, die in Deutschland niemand essen würde, werden hier verschenkt und mit großem Appetit gegessen. Zwei Tage vor der Graduation war es zu einer Art Notschlachtung gekommen. Eines der Schweine hatte den Transport nicht überlebt. Also musste schnell zerwirkt werden. Vor einem machen die Niuginis dennoch halt und das sind die Borsten. So gnädig ist man immerhin. So wickelten wir den leblosen Tierkörper in Bananenblätter ein, um das Ganze dann anzuzünden. Die Borsten, die nicht verbrennen, kann man dann später zwischen seinen Zähnen wiederfinden. Ja, das macht Spaß..!;)

Ich hoffe, ich verderbe euch jetzt nicht den Appetit auf Weihnachtsgänse, welche ihr hoffentlich verzehren könnt. Zum Glück haben diese Tiere bekanntlich ja keine Borsten und Federn lassen sich leichter entfernen.

Zurück zu unserem Schwein. Da alle Stücke gleich groß sein sollten, dauerte es etwas, bis man endlich genaue „Ziellinien“ auf den Tierkörper gezeichnet hatte, denen dann das Messer folgen sollte. Ich ahnte bereits was folgen sollte und zog mich langsam aber sicher zurück. Zwei Stunden später passierte das, was ich befürchtet hatte. Ein Student rief an und fragte, ob er einen „kleinen Teil“ seines Schweines in meinem Kühlschrank verstauen dürfe. Es sei wirklich nicht viel. Auf die Frage, wo er denn den Rest des Schweines lagern wolle, sagte er, dass er das längst alles organisiert hätte. Ich solle mir keine Sorgen machen. Zehn Minuten später standen vier Männer bei mir auf der Matte – natürlich mit dem ganzen Schwein. Das Fleisch war bereits eine Liebesbeziehung mit einem halben Ameisenhaufen eingegangen. Und als Liebesnest sollte also mein Kühlschrank dienen.

Wie wir dieses Problem lösten, bleibt aus guten Gründen unerwähnt..;)

  

 

In der Woche vor der Graduation war ich von morgens bis abends beschäftigt gewesen, Materialien zu den Themen Gewaltüberwindung und Konfliktmanagement zu sortieren und zu vervielfältigen. Aus Übersee hatte die zuständige Lehrerin eine Spende erhalten, die das Kopieren von Filmen möglich machte. Die meisten Studenten werden allerdings in Gegenden leben und arbeiten, wo es keinen Strom gibt. Manchmal gibt es aber einen Generator, mit dessen Hilfe man ab und zu einen Film zeigen kann. Vielleicht..

Ich hatte in der Woche vor und am Wochenende der Graduation sehr viel zu tun. Dennoch nahm ich mir die Zeit, einfach von einem Feuer zum nächsten zu schlendern und mich mit den Gästen zu unterhalten. Es war wirklich schön, so viel Leben um sich zu haben.

Leider ist hier jetzt Ruhe eingekehrt. Fast alle Studenten haben Logaweng verlassen und sind mit ihren Familien auf ihre Dörfer gegangen. Ab Morgen werden nur noch vier von ihnen hier sein. Alle Häuser sind leer, tagsüber sehe ich nicht mehr viele Menschen. Nachts müssen immer zwei wach bleiben, um aufzupassen, dass dem Seminar keine Beine wachsen. Wir sitzen nachts lange am Feuer und unterhalten uns, trinken Tee oder machen andere Dinge. Vorgestern haben wir nachts fliegende Hunde gejagt. Oft hatte ich nachts die kräftigen Flügelschläge gehört, doch war ich stets davon ausgegangen, dass es sich um Eulen handeln würde. Als ich diese riesige Fledermaus das erste Mal aus der Nähe sah, war ich wirklich erstaunt, wie groß diese Fledermäuse sind. Nachts fressen die Fledermäuse reife Papayas, die noch nicht geerntet wurden. Mit einer Taschenlampe versuchten wir die Tiere zu blenden und dann mit der Zwille zu treffen. Ich war wirklich beeindruckt, wie präzise die Niuginis mit diesen kleinen Waffen umgehen können.

Die Zeit um Weihnachten und Neujahr ist in Neuguinea meist eine etwas unruhigere.

Die Zeit vor und nach Weihnachten ist die Hauptreisezeit des Jahres. Die meisten Menschen gehen auf ihre Dörfer, um dort mit ihren Wantoks zu feiern. Die Reise kostet Geld. Zudem wollen die Menschen das Weihnachtsfest verständlicherweise so festlich wie möglich verbringen. Oft bedeutet das, dass auf den Straßen deutlich mehr betrunkene und gewaltbereite Menschen herumlaufen. Vermehrt kommt es zu Überfällen. Im Januar fallen viele Zahlungen an. So müssen im Januar für ein ganzes Jahr die Schulgebühren gezahlt werden. Viele Menschen haben das Geld nicht und versuchen es sich irgendwie zu besorgen.

In der letzten Woche ist die Fähre aus Lae jedes Mal komplett überfüllt angekommen. Viele Fremde sind in Finschhafe. Zudem ist eine neue Einheit der Taskforce eingetroffen, welcher man nicht gerade sanfte Umgangsformen nachsagt. Wir halten hier oben alle Augen offen.

 

Logaweng ist zu einem stillen Ort geworden, was ich sehr schade finde. Dennoch habe ich nun mehr Zeit, um mehr von Finschhafen zu sehen.

Vor zwei Wochen bin ich mit einer deutschen Lehrerin und zwei Studenten die Küste nach Norden hochgefahren. In Sialum, ca. 85 Kilometer nördlich von hier, übernachteten wir im Haus Win eines Pastors.

Der Ausflug nach Sialum war traumhaft. Wir kamen mit dem Auto nur sehr langsam voran, da die Straße kaum noch eine Bezeichnung als solche verdient. Immer wieder hielten wir an, um in irgendeinem Fluss oder im Meer zu schwimmen. Besonders faszinierend war zu sehen, wie radikal sich das Landschaftsbild veränderte. Nachdem wir einen etwas breiteren Fluss durchquert hatten, war Schluss mit immergrünem Urwald. Von dort an fuhren wir durch eine weite, hügelige Graslandschaft. Immer am türkisen Südpazifik entlang. Wenn das Meer eine etwas dunklere Farbe gehabt hätte und die Palmen nicht da gewesen wären, hätten wir auch in Irland sein können.

Weniger irisch waren allerdings die paradiesischen Strände, an denen wir immer wieder vorbeifuhren. Palmen, weiße Strände und türkisestes Wasser. Einfach nur traumhaft.

In dieser Woche bekam ich die Chance, nach Tami Island zu fahren. Tami liegt vor der Küste Finschhafens. Die Menschen von dieser Insel sind im ganzen Land berühmt für ihre Schnitzereien. Schüsseln, Löffel, Schalen und vieles mehr, schnitzen die Tami mit der Hand. In Malasiga (das Dorf, in welchem der kleine Johann lebt) hatte ich vor ein paar Wochen schon einige Schnitzereien gekauft.

Auf Tami gibt es ein kleines Gästehaus, in welchem wir schlafen konnten. In einem Reiseführer für Neuguinea wird Tami Island als ein Ort beschrieben, an welchem man das Klischee vom Südseeparadies bestätigt findet. So war es auch. Weiße Strände, türkises Wasser. So schön es über Wasser ist, die Unterwasserwelt Tami Islands ließ mich wirklich staunen. Bunte Fische aller Art, kleine Nemos und Korallen. Im August sah ich mir den Film „Verschollen“ an. Tom Hanks spielt in „Verschollen“ einen FedEx-Mitarbeiter, der einen Flugzeugabsturz überlebt und vier Jahr auf einer einsamen Insel im Pazifik lebt. Tami ähnelte dieser Insel sehr, nur dass dort ein paar mehr Menschen leben. Deutlich mehr Menschen. Erschreckend viele mehr. So paradiesisch die Natur dort ist, so hart ist das Leben. Es gibt kaum Süßwasser. Die Menschen haben ein paar Löcher gegraben, wo sie sich in einem dreckigen Brackwassergemisch waschen können. Trinkwasser beziehen die Menschen aus Regenwassertanks, die sie aufgestellt haben. Wenn es nicht regelmäßig regnet, gibt es kein Trinkwasser. Richtige Gärten können die Tamis keine anlegen, da der Boden fast vollständig aus weißem Korallengestein besteht. Jede noch so kleine Lücke im Gestein, hatten die Menschen mit Taro und Taweng bepflanzt.

Schockiert hat mich, wie viele Kinder auf Tami Island leben. In den beiden Dörfern wimmelte es nur so von Kindern zwischen zwei und sechs. Alle anderen hatten die Insel verlassen, um zur Schule zu gehen.

Heute ist jeder zwei Einwohner Papua Neuguineas unter 18 Jahre alt. Die Wachstumsrate der Bevölkerung ist dramatisch hoch. Die Bewohner Tami Islands können sich nicht mehr ohne Hilfe vom Festland ernähren. Die Regierung PNGs hat für die Tamis vor vielen Jahren Land an der Küste gekauft, damit Menschen von der Insel dort siedeln können. Doch wenn die Folgen des Klimawandels hier einschlagen werden, werden die Menschen die Insel ganz verlassen müssen.

 

Nun bin ich schon über drei Monate in Neuguinea. Ich bin hier angekommen und habe mich hier eingelebt. Vieles, was für mich anfangs ungewohnt und befremdlich war, ist normal geworden. Oft im Mittelpunkt zu stehen oder viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Anfangs war es für mich sehr befremdlich, auf dem Markt oder auf der Straße angestarrt zu werden. Es kommt oft vor, dass ich an einem Ort der einzige Weiße weit und breit bin.  Aufmerksamkeit ist mir dann sicher, doch mich stört das nicht mehr.

Es ist schön, durch die Gegend zu laufen und bekannte Gesichter grüßen zu können. Oft brauche ich dann für eine Strecke länger, da ich unterwegs viele treffe, mit denen ich mich unterhalte. Kontakte sind hier sehr wichtig, in diesem Land läuft alles über das berühmte „Vitamin B“. Auf der Straße bekannte Gesichter zu grüßen, gibt mir das Gefühl, nicht mehr ganz so fremd zu sein. Dennoch bin ich als Weißer immer anders und werde anders behandelt. „Mittendrin und doch am Rand“. Eine bessere Bezeichnung gibt es nicht.

 

In zwei Tagen soll also Weihnachten sein. Bei 33 Grad und einer drückenden Luftfeuchtigkeit sind bei mir bisher keine weihnachtlichen Gefühle aufgekommen. Ab und zu höre kommen ein paar Neuigkeiten zur Wettersituation in Deutschland und dem Rest Europas durch. Weiße Weihnachten scheinen euch allen wohl garantiert. Hier werden es eher heiße Weihnachten werden. Und sollte jemand mich spontan besuchen wollen, die „Flughäfen“ sind alle in Betrieb und werde gewiss nicht geschlossen werden!

Ich bin sehr gespannt, wie dieses Weihnachtsfest werden wird. Hohe Erwartungen habe ich nicht. Ich freue mich einfach darauf.

Gerade ist hier Mangozeit. Ich muss wirklich sagen, dass ich keine Frucht lieber esse, als Mango. Ich könnte mich ausschließlich von ihr ernähren. Zu Weihnachten werde ich einen Mangocrumble machen. Probieren kann ich es ja mal, ich garantiere wie immer für nichts;)

 

Wenn ich an Weihnachten in Deutschland denke, werde ich etwas wehmütig. Schnee, Glühwein und co. sind wirklich etwas Schönes. Doch nächstes Jahr habe ich das alles wieder. Ich freue mich, Weihnachten einmal anders zu erleben. Immerhin muss ich mich dieses Jahr am Heiligen Abend in der Kirche nicht um Plätze prügeln, sondern kann mich hinsetzten, wo ich will. Es wird nämlich kaum jemand da sein.

 

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit denke ich besonders viel an Hamburg. Heiße Weihnachten sind eben etwas ganz anderes. Einen Sandmann zu bauen, versuche ich am besten gar nicht erst;)

Ich wünsche euch allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und sende euch allen liebeGrüße aus Neuguinea.

 

--  Mr. Johann Hempel Senior Fierl Seminary Private Mailbag "Logaweng" Finschhafen 435 Morobe Province Papua New Guinea  digicel: 00675 736 18 171 telikom: 00675 431 10 12 www.neuguinea.blogspot.com